Rückblick

Das Innovationszentrum Connected Living hat es sich zum Ziel gemacht, das Thema der intelligenten Heimvernetzung umfassend zu beleuchten und dabei auch Fragen zu stellen, an die sich bisher niemand heran getraut hat.

Wir läuteten in diesem Jahr die Stunde der Wahrheit ein: Einzelne Technologien der Anwendungsfelder Medien, Energie, Gesundheit und Technologie sind reif, und die Marktforschung zeigt deutlich: Auch Kunden sind bereit, sich durch Technologie in ihrem Leben unterstützen zu lassen. Allein die Frage der Wirtschaftlichkeit scheint vorerst unbeantwortet zu bleiben und die scheinbar größte Hürde, damit sich das Thema auf dem Massenmarkt durchsetzt.

Innerhalb der Konferenz fanden Breakout-Sessions zu verschiedenen Themenbereichen statt, um den Dialog zwischen allen beteiligten Akteuren zu vertiefen. Mit einer Fokussierung auf anwendungs- und branchenspezifische Themen aus verschiedenen Sichtweisen bot sich hier auch die exklusive Möglichkeit zum persönlichen Gespräch.

Prof. Dr. Sahin Albayrak, DAI-Labor - TU BerlinDr. Stefan Etgeton, Verbraucherzentrale-BundesverbandDr. Andreas Goerdeler, Bundesministerium für Wirtschaft und TechnologieJürgen Graalmann, AOK-Bundesverband GbRDr. Ingo Hofacker, Telekom Deutschland GmbH

 

Breakout-Sessions

Session I: „Connected Media“

Thema: Konvergenter Medienkonsum als Businesstreiber: Worauf warten die Konsumenten noch?

Impulsstatements

  • Ned Wiley, Axel Springer TV Digital GmbH:
    • Zu hohe Komplexität der Systeme vergrault Nutzer
    • Geschäftsmodelle aus anderen Branchen (z.B. Internet) werden ohne Anpassungen übertragen
  • Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg, Fraunhofer IDMT:
    • Usability muss bei allen Anwendungen im Vordergrund stehen
    • Standardisierung ist Treiber des Fortschritts, wird oft nicht so empfunden
  • Sebastian Becker, thebrainbehind GmbH
    • Medienunternehmen geben durch IT-Outsourcing Know-How ab
    • Global agierende Unternehmen treffen in regionalen  Märkten auf lokale Standards
    • Trennung der Branchen behindert die Umsetzung übergreifender Lösungen
  • Peter Gurr, Stiftung Warentest
    • Verschiedene Innovationsbremsen verhindern die erfolgreiche Markteinführung neuartiger Produkte für konvergente Medien (keine einheitliche Benennung der Produkte, Vielzahl verschiedener Datenformate, ...)

 

   Eine Zusammenfassung der Diskussion finden Sie hier.

 

Moderation: Sven Kielgas, SERVICEPLAN Gruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co. KG


Session II: „Connected Health“

Thema: Prävention mit Digitalen Assistenten – Fiktion oder realistisches Zukunftsszenario?

Moderation: Elena Gomez, AOK-Bundesverband GbR

 

Session III „Connected Energy“

Thema: Wer profitiert vom Energiemanagement in Haushalten? Welche Lücken in der Wertschöpfungskette müssen noch geschlossen werden?

Impulsstatements (Kurzversion)

  • Dr. Frank Bormann, Orga Systems GmbH
    • Wer profitiert: Der Bewohner und der Anbieter/Lieferant
    • Lücken u.a. in der Automatisierung von Heimanwendungen
  • Michael Wedler, B.A.U.M. Consult GmbH, E-Energy Begleitforschung
    • E-Energy Modellregionen betrachten das gesamte Smart-Grid-System, Vorstellung der Akteure
    • Rolle der Heimvernetzung
    • Stand-alone des Smart Grid für Strom lohnt sich nicht ⇒ Zusammenschalten von Security, Komfort etc. mit Stromeinsparung nötig, Einsparpotenziale bei Wärmegrößer
  • Hauke Beeck, Vattenfall Europe Innovation GmbH
    • Überblick Energiewirtschaft - Wertschöpfungskette wird zu Wertschöpfungslandschaft (Smart Grid), DKE-Normungsroadmap zeigt viele Marktrollen, Kunde wird Prosumer (Endverbraucher gleichzeitig Produzent)
    • Wer profitiert:
      • z.B. Netzbetreiber (Verteilnetz- und Übertragungsnetzbetreiber), Messstellenbetreiber und Messdienstleister
      • Energie-Nutzer profitieren von Effizienz
      • Händler und Lieferanten, Marktplatz-Betreiber, Energie-Dienstleister
  • Bernd Steudtner, WVW Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH
    • Erste Impulse zu dem Thema bereits vor 15 Jahren
      Rechtliche/Gesetzliche Grundlage bzw. Motivation war gegeben um Energiemanagement zu fördern 
    • Aktuell Zusammenarbeit mit den Stadtwerken – Smart-Meter-Projekt im Bereich Elektrizität mit 40 Wohneinheiten - "Tarifampel"
    • Geothermie und Solarthermie werden in weiteren Arbeiten betrachtet

 

   Eine Zusammenfassung der Diskussion finden Sie hier.

 

Moderation: Dr. Severin Beucker, Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gGmbH

Session IV: „Connected Technology“

Thema: Wie muss Technologie gestaltet und vermarktet werden, um in einer relevanten Zahl von Haushalten Anwendung zu finden?

  • Martin Kurze, Deutsche Telekom AG, Laboratories 
    • Einfache Installation (unter Anleitung) notwendig, Fernkonfiguration
    • Komplexität muss beherrschbar aber versteckt sein
    • „Es kommt nicht auf die Hardware an, sondern auf die Protokolle“
      • DTAG setzt auf IP
      • Ebenfalls ein Faktor für Internationalisierung
  • Michael Schidlack, BITKOM 
    • Studien des BITKOM zeigen
      • Verbraucherwahrnehmung ist enorm gestiegen, Smart Phone war ein Booster
      • Ca. ½ der Bevölkerung kennt den Begriff „Heimvernetzung“, kann diesen aber nicht richtig einordnen, insbesondere M2M Kommunikation
      • Verbraucher sind orientierungslos an wen sie sich zwecks technischer Unterstützung wenden sollen
    • BITKOM Initiative „PluralMedia“ hat 1000 Fachhändler geschult, Fokus allerdings auf mediale Vernetzung!
    • Telekommunikationsunternehmen und CE Hersteller sind aus Sicht der Bevölkerung diejenigen die das Thema in den Markt bringen müssen
    • BITKOM erwartet folgende Reihenfolge bei der Heimvernetzung: 1. Multimedia (Bsp. 5 Mio. Smart TVs verkauft in 2010), 2. Smart Metering, 3. Health     
  • Dr. Klaus Glasmacher, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
    • IP setzt sich derzeit am Markt durch
    • In Deutschland und in der Branche ist der Markt sehr stark fragmentiert
      • „Deutschland verdient nicht an der Hardware“
      • Keine Lösung der bestehenden Initiativen hat sich ernsthaft auf dem Markt profiliert
    • digitalSTROM kann technisch eine sehr gute Lösung sein um nachträglich Wohnungen einfach zu vernetzen
  • Peter Kellendonk, Kellendonk Elektronik GmbH
    • „Es passiert derzeit etwas komplett Neues!“, Paradigmenwechsel
      • Bsp.Service (Wartung) ist ein komplett neues Problem bei vernetzten Lösungen
    • Bestehende Märkte ändern sich und die Unternehmen sollten sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren
      • Aktuelle Nebenlösungen, mit denen die Unternehmen noch Geld verdienen, müssen verschwinden
    • Standardisierung ist (leider) ein Vorstandsthema, aber Zusammenwirken kann nur über Standards funktionieren
      • Ein neuer Superstandard wird nicht die Lösung sein
      • Abwärtskompatibilität ist aus Sicht des Investitionsschutzes und der Nachhaltigkeit enorm wichtig
    • Produktlebenszyklen sind unterschiedlich lang dennoch muss die Konnektivität gewährleistet werden 

 

    Eine Zusammenfassung der Diskussion finden Sie hier.

 

Moderation: Cem Ergün-Müller, Connected Living e.V.

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