Session IV: „Connected Technology“

Thema: Wie muss Technologie gestaltet und vermarktet werden, um in einer relevanten Zahl von Haushalten Anwendung zu finden?

Impulsstatements:

  • Martin Kurze, Deutsche Telekom AG, Laboratories 
    • Einfache Installation (unter Anleitung) notwendig, Fernkonfiguration
    • Komplexität muss beherrschbar aber versteckt sein
    • „Es kommt nicht auf die Hardware an, sondern auf die Protokolle“
      • DTAG setzt auf IP
      • Ebenfalls ein Faktor für Internationalisierung
  • Michael Schidlack, BITKOM 
    • Studien des BITKOM zeigen
      • Verbraucherwahrnehmung ist enorm gestiegen, Smart Phone war ein Booster
      • Ca. ½ der Bevölkerung kennt den Begriff „Heimvernetzung“, kann diesen aber nicht richtig einordnen, insbesondere M2M Kommunikation
      • Verbraucher sind orientierungslos an wen sie sich zwecks technischer Unterstützung wenden sollen
    • BITKOM Initiative „PluralMedia“ hat 1000 Fachhändler geschult, Fokus allerdings auf mediale Vernetzung!
    • Telekommunikationsunternehmen und CE Hersteller sind aus Sicht der Bevölkerung diejenigen die das Thema in den Markt bringen müssen
    • BITKOM erwartet folgende Reihenfolge bei der Heimvernetzung: 1. Multimedia (Bsp. 5 Mio. Smart TVs verkauft in 2010), 2. Smart Metering, 3. Health     
  • Dr. Klaus Glasmacher, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
    • IP setzt sich derzeit am Markt durch
    • In Deutschland und in der Branche ist der Markt sehr stark fragmentiert
      • „Deutschland verdient nicht an der Hardware“
      • Keine Lösung der bestehenden Initiativen hat sich ernsthaft auf dem Markt profiliert
    • digitalSTROM kann technisch eine sehr gute Lösung sein um nachträglich Wohnungen einfach zu vernetzen
  • Peter Kellendonk, Kellendonk Elektronik GmbH
    • „Es passiert derzeit etwas komplett Neues!“, Paradigmenwechsel
      • Bsp.Service (Wartung) ist ein komplett neues Problem bei vernetzten Lösungen
    • Bestehende Märkte ändern sich und die Unternehmen sollten sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren
      • Aktuelle Nebenlösungen, mit denen die Unternehmen noch Geld verdienen, müssen verschwinden
    • Standardisierung ist (leider) ein Vorstandsthema, aber Zusammenwirken kann nur über Standards funktionieren
      • Ein neuer Superstandard wird nicht die Lösung sein
      • Abwärtskompatibilität ist aus Sicht des Investitionsschutzes und der Nachhaltigkeit enorm wichtig
    • Produktlebenszyklen sind unterschiedlich lang dennoch muss die Konnektivität gewährleistet werden 

Diskussion

Wer nimmt die Regelung der Prozesse zuhause vor? Kann der Bewohner das überhaupt?

  • Kellendonk: Sehr komplexe, heterogene Verhältnisse - Fernwartung ist eine Möglichkeit
  • Anmerkung aus dem Publikum: Bsp. TR-069 Protokoll

Sinnvolle Use Cases sind gefragt! Ist das iPhone nur Spielerei?

  • Kellendonk: Bunte Displays sind für den Verkauf gut, Kunden brauchen den Aha-Effekt

 Wie kann die Technik in den Markt gebracht werden?

  • Eine CL Box könnte analog zum Router in das Haus gebracht werden und Funktionen mit sich bringen, die modular sind und als Enabler für verschiedene Dienste dienen

Sind Apps ein Hype oder auch in der Heimvernetzung geeignet?

  • Kurze: Apps setzen sich durch, weil es 2-3 Plattformen als Ökosystem gibt
  • Schidlack: Apps kann man nicht verhindern

Geschäftsmodelle

  • Ergün-Müller: In vielen Geräten steckt Technik die brach liegt, Testinstitute üben über Testberichte einen Marktzwang aus
  • Glasmacher: Kunden wollen selbst Anpassungen vornehmen, Sicherheit/Remote ist ein mögliches Geschäftsmodell
  • Kurze: Offenheit der Lösungen ist Teil des Geschäftsmodells
  • Schidlack: Es ist nicht empirisch testbar wie viel Geld Nutzer ausgeben wollen, aber wenn das Produkt gefällt, ist das Geld auch da, Geräte ohne Vernetzungsfähigkeit wird es bald nicht mehr geben

Fazit

Abschließend kann man sagen, dass technologisch viele Use Cases realisierbar sind, aber für die Massenmarkttauglichkeit noch eine Menge zu tun ist.

Da der Markt sehr fragmentiert ist, kann Connected Living nur für einen hersteller- und branchenübergreifenden Ansatz werben. Dieser muss modular und themengetrieben sein, um den Nutzern einen kostengünstigen Eintritt in die intelligente Heimvernetzung und eine bedarfsorientierte zukünftige Erweiterung zu ermöglichen.

Das Ziel sollte eine integrative Plattform (All-in-One-Lösung) für Geräte und Dienste sein, damit alle beteiligten Unternehmen sich wieder mehr auf ihr Kerngeschäft fokussieren können. Und zwar so schnell wie möglich!!!

 

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